Lehrstuhl Prof. Zitterbart - Institut für Telematik

Weiterentwicklung und Evaluierung eines AQM Verfahrens in 10Gbit/s

Beschreibung

HINTERGRUND
Bei “High Performance”-Datenübertragungen wird heute nicht nur ein hoher Durchsatz benötigt, auch das Erreichen einer geringen Verzögerung ist für viele moderne Anwendungen entscheidend. Die klassische TCP-Staukontrolle (die z.B. in der Telematik-Vorlesung vorgestellt wird) kann hohen Durchsatz nur mit großen Warteschlangen und somit einer großen Warteschlangenverzögerung erreichen. Es existieren verschiedene Ansätze zur Minimierung der Warteschlangeverzögerung; neben neuen Transportprotokollen bietet die Anwendung von aktivem Warteschlangenmanagement (Active Queue Management/AQM) eine Möglichkeit eine kleinere Warteschlangenverzögerung zu gewährleisten. AQMs können aber in manchen Fällen eine Durchsatzreduktion verursachen.

 

AUFGABENSTELLUNG
Ziel dieser Arbeit ist es, ein bestehendes AQM-Verfahren zu verbessern, damit noch kleinere Verzögerungen erreicht werden können ohne den Durchsatz zu reduzieren. Der resultierende Ansatz muss danach in verschiedenen Szenarien in einem 10 Gbit/s Testbett evaluiert werden. In vorherigen Arbeiten wurden bereits mehrere AQMs implementiert und evaluiert. Dabei wurden verschiedene Verbesserungsmöglichkeiten festgestellt, die in dieser Arbeit ausgearbeitet und umgesetzt werden sollen. Im Rahmen der Arbeit sind folgende Aufgaben zu erfüllen:

  • Einarbeitung in die implementierten AQM-Verfahren
  • Weiterentwicklung bzw. Verbesserung eines der implementierten AQM-Verfahren
  • Evaluierung des verbesserten Verfahrens in einem 10 Gbit/s Testbed. Dabei sollen neben den in den vorherigen Arbeiten benutzte Szenarien auch neue Szenarien vorgeschlagen und benutzt werden.

Optional kann auch das Zusammenspiel mit neuen Transportprotokollen evaluiert werden. Die genaue Aufgabenbeschreibung und weitere Details können gerne in einem persönlichen Gespräch
geklärt werden. Melden Sie sich dazu einfach per E-Mail für ein Termin.

 

ARBEITSUMGEBUNG
Der Arbeitsort steht Ihnen grundsätzlich frei, gerne können Sie aber unseren Pool-Raum zum Arbeiten nutzen. Auf das Testbett, mit dem Sie arbeiten werden, wird üblicherweise entfernt (SSH, u.ä.) zugegriffen. Es wird regelmäßige Treffen geben, bei denen der Fortschritt besprochen wird und Fragen geklärt werden können.

 

VORAUSSETZUNGEN
Ein grundlegendes Verständnis über TCP-Staukontrolle (z.B. aus Telematik-Vorlesung) wird vorausgesetzt.

Programmierkenntnisse in C und Python sind hilfreich, können aber in Laufe der Arbeit erlernt werden.