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Koexistenz nicht-kompatibler TCP-Varianten in softwaredefinierten Netzen
Autor: M. Hock, M. Willems Links:
Quelle: Leistungs-, Zuverlässigkeits- und Verlässlichkeitsbewertung von Kommunikationsnetzen und verteilten Systemen : 8. GI/ITG-Workshop MMBnet 2015, 10./11. September 2015, S. 46-54, Hamburg, Germany, September 2015
Die im Internet eingesetzten Staukontrollverfahren sind überwiegend verlustbasiert. Das heißt, dass der reguläre Betrieb dieser Mechanismen vorsieht, Router-Warteschlangen bis zum Überlauf zu füllen (bzw. bis der Router gezielt beginnt Pakete zu verwerfen). Dies führt zu Paketverlusten und hohen Latenzen. Anwendungen wie hoch qualitative Videokonferenzen und moderne Cloud-Dienste sind allerdings auf geringe Latenzen, und somit auf kurze Warteschlangen angewiesen. Zu deren Unterstützung wären Staukontrollverfahren vorteilhaft, die ohne lange Warteschlangen auskommen. SDN-Netze können dabei helfen dieses Problem zu überwinden. Diese Arbeit untersucht inwieweit OpenFlow-/SDN-Switches dazu genutzt werden können, den Verkehr verschiedener TCP-Varianten voneinander zu trennen und somit die Anforderung nach Kompatibilität zwischen diesen Varianten aufzuheben. Experimentell wurde nachgewiesen, dass inkompatible TCP-Varianten dadurch separiert werden können, dass sie auf physisch getrennte Pfade umgeleitet werden. Stehen keine getrennten Pfade zur Verfügung, können Rate-limiter, sog. „OpenFlow-Meter“, zur Separierung genutzt werden. Hierbei sind allerdings einige Einschränkungen zu beachten.